Seoul Mates

Zu Silvester diesmal hatte ich Martin erst Singapur vorgeschlagen, da zog der gar nicht recht, obwohl er eigentlich auch noch nicht “richtig” dort war, dann kam ich auf Seoul. Taiwan wäre mir auch noch eingefallen, aber es lief dann schnell auf die kälteste der drei Destinationen hinaus.

Winterfestival am Cheongyecheong Flüsschen

Bei der Planung haben uns Kollegen von Klüber Korea geholfen, Tony Su, der ausgezeichnet Deutsch spricht, hat angeboten uns zwei Tage als Guide zu begleiten, was wir auch gern angenommen haben.

Zunächst sind wir aber allein losgezogen, das bunt beleuchtete Winterfestival auf dem künstlichen Flüsschen war in Laufweite von unserem Hotel; da mussten wir am Freitagabend natürlich gleich hin.

Wäre sicher wunderschön im Frühling, Sommer und Herbst mit den riesigen Gartenanlagen!

Am Samstag standen dann der Gyeongbokgung Palast und der Nandaemun Market auf dem Programm. Für abends hatten uns die Kollegen ein “VIP Ticket” für den Seoul Sky Tower besorgt, was wirklich klasse war, weil man nirgendwo warten musste. Da sind wir dann mit der Metro hingefahren – wir stellen immer wieder fest, dass es überall einfacher ist als in München…

Zwischen Palast und Markt haben wir die Beiden hier getroffen. Der kleine Rennfahrer durfte sich in den Ampelpausen immer ein bisschen die Beine vertreten, dann nach ging’s wieder auf vier Rädern weiter.

Fesche Outfits für den modischen Hund: “adidog” und “Supreme”

Ein bisschen Streefood muss natürlich auch sein, Martin hatte sich für Kimchi-Pfannkuchen entschieden. Nicht so ganz meins.

Am Sonntag hat Tony uns abgeholt, um zum Sujongsa Tempel außerhalb von Seoul zu fahren. War ein schöner Spaziergang, mit dem Nebel hatte es fast etwas Mystisches, und dass man den berühmten Ausblick nicht hatte, tat dem Ganzen keinen Abbruch.

Da wir früher dran waren als geplant, konnten wir auf dem Rückweg sogar noch einen Abstecher mit der Seilbahn hoch zum Nansan Tower machen – und haben uns im Nachhinein gefreut, wie toll das Wetter doch in Sujongsa war…!

Sieht irgendwer den Namsan Turm?!

Mittlerweile war es 14 Uhr, wir alle sehr durchgefroren und da kam der Vorschlag von Tony gerade recht, in ein richtig traditionelles Nudelsuppen-Lokal zu gehen, das vor vier Generationen von einer Dame aus Pjöngyang gegründet worden war.

Speisekarte haben wir keine gesehen, wir haben uns von Tony beraten lassen, ich habe mich für “Wontons” entschieden und Martin hat sich Tony angeschlossen, um das berühmteste Gericht zu essen…

Meins war eindeutig die bessere Wahl. Und warm.

Nach dem Bestellen erfuhr Martin dass es sich um ein kaltes Gericht handelt. Dann musste er feststellen, dass es ungewürzt war. Man kann Essig draufschütten, damit es noch besser mundet. Im Lokal hat Martin Contenance bewahrt, geht ja auch nicht, da zu lästern, wo Tony so auf dieses Top-Essen mit dem besonderen Geschmack schwört!
Wir lachen aber immer noch über das, was wir unter uns “Nudelsuppe Pjöngyang” nennen. Ganz schön naiv, wenn man sich bei einem Gericht dieses Namens Luxus erwartet.

Am selben Abend haben wir uns noch mit einer Gruppe von Kollegen und der Korea-Geschäftsführerin getroffen und am 31. ging es morgens bei frostig-klarem Wetter nochmal mit Tony los, raus aus Seoul.

Es gibt ihn doch, den Namsan Tower! Aussicht vom Frühstücksraum im Hotel.

Bei -10 Grad waren wir im Korean Folk Village fast die einzigen Besucher. Ohne unsere “Harbin Heatpacks” wäre es extrem ungemütlich gewesen, denn es ging ein eisiger Wind.

Nachmittags dann noch ein Abstecher nach Insadong, zum Dumpling Essen, die waren wirklich lecker und heiß!
Dort haben wir uns auch von Tony verabschiedet, um zum Hotel zurückzulaufen und uns auf unseren Silvesterabend vorzubereiten.
Erst Sushi Menu an der Theke beim Sushi Chef und dann mit der Metro nach Gangnam zum Countdown.
Was für ein Programm!
Seoul intensiv.