Peking, 2. Versuch

Platz des Himmlischen Friedens

Es heißt ja so schön, aller guten Dinge sind drei.
Somit muss mein nächster Besuch in Peking (Sabine und Gisela, ihr könnt euch schon mal freuen!) dann bei weitem der beste werden.
Das erste Mal waren wir ja Anfang April 2015 mit Wintereinbruch an der Großen Mauer, dann bei schönstem Frühling und blauem Himmel in Peking. Leider hatte ich mich im eisigen Wind auf der Mauer so erkältet, dass ich dann einen ganzen Tag mit Fieber im Bett lag und auf die Verbotene Stadt verzichten musste.

Diesmal bin ich gleich schon krank nach Peking gefahren, am 30. November haben Sommers und ich uns in den Nachtzug gesetzt, um in zwei Tagen Peking das Maximum herauszuholen. Fieber hin oder her, da war nun nichts zu machen.

Dicke Luft über der Verbotenen Stadt. Und wo bitte sind die “Menschenmassen”, von denen ich immer allen erzähle?!

Der erste Tag hat uns am späten Vormittag bei sehr schlechten Luftwerten zum Platz des Himmlischen Friedens und in die Verbotene Stadt geführt.
Ganz ehrlich: müsste ich nicht unbedingt ein weiteres Mal machen.
Na gut, ich war auch in echt schlechter Verfassung, habe mich da so durchgeschleppt, ständig heißes Wasser aus der Thermoskanne getrunken (schwören die Chinesen ja drauf! hilft gegen alles!) und war immer auf der Suche nach nicht vorhandenen Sitzgelegenheiten.
Die Verbotene Stadt empfand ich als unvorstellbar riesig, alles ist komplett gepflastert, eine Prunkhalle folgt nach schier unendlichen menschenleeren Zwischenhöfen auf die andere. Irgendwie fehlt/e mir da wohl etwas die Vorstellungskraft, alle anderen Weltkulturerbestätten bisher haben mich wirklich wesentlich mehr beeindruckt.
Ich sag mal, das ist wie mit unserem Glockenspiel, das gehört einfach zu den Sehenswürdigkeiten, die man machen muss, sonst hat man irgendwie doch ein sogenanntes Verlusterlebnis. Also, ich hab’s jetzt auch gesehen, und gut ist es!

Nebenbemerkung: Unglaublich, übrigens, aber während Sommers Besuch war es nirgends voll, nicht in Shanghai, nicht in Peking. Nicht einmal annähernd voll. Eigentlich unfassbar leer. Wie ich da wieder dagestanden bin mit meinen schamlosen Übertreibungen…!

Nachdem wir einige Stunden lang dort zugebracht haben, wollten wir anschließend eigentlich noch eine Tour durch die Hutongs machen. Da ich aber absolut nicht mehr konnte, haben wir kurzerhand beschlossen, spätnachmittags lieber doch ins Hotel zurückzugehen, wo wir dann einen recht entspannten Abend in diesem netten kleinen Wohnzimmer-Restaurant dort zugebracht haben. Essen war auch klasse.
Frühzeitig ins Bett, war die Devise, denn am nächsten Morgen hieß es Aufbruch zur Mauer!

Einer der Höfe des Double Happiness Courtyard Hotels. Ein Hotel in einer ehemaligen Vierseitanlage in einer der alten Wohnsiedlungen (Hutongs), das uns mit seinem traditionellen Stil alle Drei entzückt hat. An lauen Abenden ist es hier sicher großartig.