Dauin

Philippinen, Negros Oriental.
Dauin hieß der kleine Ort in dem wir unseren Familien-Tauchurlaub 2019 verbracht haben, etwa ein Jahr nach Siladen im Bunaken Nationalpark in Indonesien 2018.

Von Null in 2018 auf fünf Tauchgänge in 2019 für Jonas – schade, dass das in 2020 voraussichtlich nichts wird mit dem Tauchen, bei der steilen Tendenz nach Oben!

Das war ja etwas unglücklich seinerzeit, zumindest für Jonas, der schon mit hohem Fieber im Flieger saß, und wegen einer massiven Grippe kein einziges Mal tauchen konnte. Bei mir lief es auch nicht gerade rund damals mit HWS-Problemen und drei Monate nach der Knie-OP, dazu kam auch erstmal noch eine Erkältung, aber immerhin hatte ich zum Schluss noch fünf schöne Tauchgänge. Martin und Lukas waren quasi die ganze Zeit unter Wasser.

Von Anfang Juni bis 23. September mit zwei Wochen Pause nur an Krücken – und so strahle ich dann nach dem problemlosen Check-Dive
am 27. September!

Nun also im September/ Oktober 2019 sollte im Atmosphere Resort auf den Philippinen alles hoffentlich besser werden!
Es ist zumindest niemand krank abgereist, aber der eiskalte Flug von Shanghai nach Manila mit cebu Pacific hat uns doch teilweise recht zugesetzt. Jonas war nach fünf Tauchgängen wieder schwer erkältet und mit Tauchen war Schluss. Aber immerhin!

Der Beweis: Jonas oben im Bild mit Grüner Wasserschildkröte!
Aber die Frisur! Das geht doch besser, oder nicht?!

Bei mir war es fast ein Déjà-vu: “Knie-OP und noch extra was dazu”…
Keine Halswirbel diesmal, dafür im rechten Fuß ein Ermüdungsbruch, weswegen ich bis drei Tage vor dem Urlaub an Krücken gegangen bin! Dazu eine leichte Erkältung und viel Halsweh nach dem Flug im Kühlschrank, aber irgendwie hat dann doch alles wundersamerweise geklappt, und der Fuß und das Knie waren unter Wasser fast besser als oberhalb.

Unter Wasser geht’s mir immer gut.

Fazit: Es war, wenn man mich fragt, der schönste Tauchurlaub bisher.
Absolutes Gourmetessen, eine klasse Tauchbasis mit unserem sensationellen Guide Saimon, tolle neue Taucherlebnisse…

… unglaublich schöne Dive Sites, nicht nur bei Apo Island, sondern auch in unmittelbarer Nähe zum Resort, so viele Schildkröten wie noch nie….

Dazu ein Spezialtauchgang an einem unattraktiv kiesig-sandigen Hang um Oktopusse zu sehen (wow!!! Kommt im nächsten Post!), zig viele Mini-Dinger wie Shrimps, Krebse und Nudibranchs, die Saimon uns gezeigt hat.
Einfach toll.

Hier zwei wunderschöne Beispiele für sogenannte Nudibranchs, das sind Wasser-Nacktschnecken mit einer Länge von etwa 2 bis 5 Zentimetern. Weit attraktiver als die braunen Viecher in unseren Gärten, oder nicht?

Hier unten seht ihr mich beim unfreiwilligen “Frogfish-Scheuchen”, zu Deutsch sind das Anglerfische. Sehr skurrile Gesellen mit den verschiedensten, eher gruseligen Tarnungen, wie die Fotos zeigen.
Wie der auf seinen Flossen weggewatschelt ist – zu lustig. An sich wollte ich ihn nur beobachten wie er so unter einem bewachsenen Stamm saß, dann kam Martin genau von gegenüber mit seiner Kamera und diese Bedrohung auf beiden Seiten, das hat ihn dann doch in die Flucht getrieben.

Eigentlich wollten Martin und ich jetzt im April gleich noch einmal dort hinfahren. Unser „Plan B“, nachdem wir angesichts der Coronakrise Anfang Februar schon verstanden hatten, dass das mit einem Australienurlaub in diesem Zeitraum nichts werden würde.

Aber derzeit kann man zum einen sowieso nirgendwo hin, weil es überall schlechter ist als in China, bzw. wir kämen nicht einmal mehr zurück!
China lässt derzeit keine Ausländer mit gültigem (!) Visum oder Aufenthaltserlaubnis einreisen.
Seit heute, 28. März um Mitternacht in Kraft.

Also bleiben wir erst einmal auf unbestimmte Zeit hier und können von solchen Taucherlebnissen nur träumen.

Ebenfalls ein Traum war der “Fisch-Tornado” von Stachelmakrelen/ Bigeye Trevallies, auf den wir bei einem Tauchgang gestoßen sind und den wir minutenlang beobachten konnten. Leider ist so ein Phänomen in diesen immensen Dimensionen gar nicht abzubilden, wir sehen hier nur ein Stück vom Rand auf das Lukas zuschwimmt.

Der Meisterfotograf, einmal unter Wasser und einmal bei der Mittagspause auf dem Tauchboot. Die Farben hat er hier stark verfremdet wegen der grellen Sonneneinstrahlung, aber der Heiligenschein ist echt 😉

Halo heißt ein solcher Lichtring und wie der entsteht, könnt ihr mit dem Link hier gerne nachlesen.


Was Neues gelernt haben Lukas und Martin auch in diesem Urlaub!
Saimon war der Meister der “geschleuderten Ringe”, die “gepusteten Ringe” hatten wir ja neulich erst einmal.


Die aus der Hand kann Martin mittlerweile hervorragend, konnte ich auf Koh Phi Phi oft genug beobachten, das hier sind nur die Anfangserfolge.