Bunt

Nemos könnte man immer stundenlang zuschauen.
Diese hier waren ziemlich “fuchtig”, weil wir ihrem Nest zu nah gekommen sind und haben und richtiggehend attackiert. Die knallen mit Volldampf gegen die Maske, gern auch an den Tauchcomputer oder an den Körper, interessanterweise nicht unbedingt gegen den Tauchanzug, sondern gegen das, was unbedeckt ist.

Nemo-Attacke

Wenn mein “Riff-Führer” recht hat, handelt es sich bei diesen hier um Goldschwanz-Anemonenfische. Eine Binsenweisheit, aber ich wiederhole es doch noch einmal: Jede einzelne Anemonenart wird in Symbiose von ihrer ganz eigenen Art von Anemonenfischen bewohnt; gegenseitig schützt man sich vor Fressfeinden. Anemonenfische gehören zu den Riffbarschen und sind tatsächlich schlechte Schwimmer, darum verstecken sie sich in den Anemonen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Anemonenfische

Gepunktete Wurzelmundqualle, ungefähr 50 cm Durchmesser mit kleinen “Fisch-Bewohnern” unter dem Schirm. Die haben wir beim Auftauchen gesehen.

Wir waren ja mit den ersten Tauchgängen an sich nicht so glücklich gewesen, da die Sicht zum Teil grottenschlecht war, das macht immer wenig Spaß.
Zudem hat uns auch ein bisschen “das Besondere” gefehlt. Das hatte sich ja mit dem Walhai schlagartig geändert.
Die Tauchgänge danach waren interessanter, die Sicht meistens besser.
Jedes Tauchgebiet versieht man für sich gern mit einem Attribut; Koh Phi Phi ist für uns das Eldorado der riesigen Fisch-Schwärme, viele viele bunte Fische, vorwiegend Kleinst- und Kleinfische, wunderschön anzuschauen.
Und irgendetwas sieht man dann doch fast bei jedem Tauchgang, was man so noch nicht kannte. Wie beispielsweise diese beiden Quallen hier oben und unten.

Eine durchsichtige Rippenqualle, die gar nicht selbst leuchtet wie man annehmen könnte, sondern reflektiert. Hier im Anschluss ein wunderschöner etwa 50 cm großer Fledermausfisch, der Teil einer kleinen Gruppe war.

Ganz fantastisch, diese Sepie, die Martin im Alleingang bei einem seiner vielen Abstecher entdeckt hat:

Zum Glück sind wir ihm nachgeschwommen und konnten das Schauspiel auch noch genießen. Faszinierend, wie die sich fortbewegen!

Bei der einstündigen surface break zwischen den Tauchgängen in Lana Bay am letzten Tauchtag haben wir im kristallklaren Wasser unendlich viele dieser unfassbar blauen Muscheln gesehen.
Lässt mich an das einzigartige Blau von Yves Klein denken: https://de.wikipedia.org/wiki/Yves_Klein

Knallrot dagegen dieser Riese von Einsiedlerkrebs, mit einer Größe von etwa 20 Zentimetern ein wirkliches Prachtexemplar.

Hier haben wir unseren 5 Sterne (Unterwasser-)Fotografen beim Üben seiner allerneuesten Tricks: die aufsteigenden, gepusteten Ringe, die ihm unsere Tauchguide Angela beigebracht hat.
Auf den Philippinen im Oktober – der Post ist längst überfällig und kommt demnächst!! – hatten Martin und Lukas mit unserem Guide Saimon ja schon die aus der Hand geschossenen Luftringe geübt.
Das ist nun die nächsthöhere Stufe!

Schüler und Meisterdozentin 🙂

Blau und Rot hatten wir heute schon!
Jetzt gibt es eine ordentliche Dosis Gelb.
Genau das richtige für einen grauen Tag!

Yellow Snappers. GoPro-Video von unserer Tauchguide Paige.