AUS Melbourne

Flinders Street Station

Sydney, klar, das Opernhaus, der Hafen, der Bondi Beach, da weiß man irgendwie noch was.
Melbourne dagegen, ein unbeschriebenes Blatt.
Da hatten wir überhaupt keine Vorstellung, außer, dass man da hin muss, wenn man die berühmte “Great Ocean Road” mit all ihren Sehenswürdigkeiten nach Westen lang fahren will.

Ja, samma denn auf Samos…?

Melbourne hat uns beide überrascht.
Was man so nachlesen kann:
Seit 35.000 Jahren von Aborigines bewohnt, seit 180 Jahren von europäischen Siedlern.
5 Millionen Einwohner aus aller Herren Länder ach ja, und der Yarra River, da klingelt es auch bei Weintrinkern…
Schon der erste Abend, der uns zu einem der besten griechischen Essen seit vielen Jahren geführt hat, war ein super Auftakt. Vorher hatte ich noch gelesen, dass Melbourne die größte griechische Gemeinde außerhalb Griechenlands hat und da war schon klar, in welchem Viertel man dann zu Abend essen würde.

Auf dem Rückweg in der Snyders Lane

Vom Hotel aus konnte man überall gut hinlaufen, kam nicht nur zu den Griechen, sondern auch zu den Koreanern und durch Chinatown, echt authentisch mit all den Gerichten und Gerüchen, aber das wollten wir nun wirklich nicht.

Snyders Lane

Auf dem Rückweg zum Hotel haben wir dann die ersten von vielen, vielen Graffitis und Murals gesehen und fotografiert.
Unter dem “Hidden Secrets – Lanes and Arcades Walk” am folgenden Morgen konnte man sich nicht so wirklich was vorstellen, wir waren neugierig bis skeptisch, aber alle einschlägige Literatur erwähnt die Arkaden und “lanes” als ein Muss.
Und ich bin im Prinzip ja sowieso immer dafür sich einem Guide anzuvertrauen.

In der Royal Arcade

Es war ein absolutes Highlight!
Mit einer wirklich guten Gästeführerin haben wir uns in einer kleinen Gruppe von etwa acht Leuten drei, vier Stunden quer durch die Gässchen und Mall-Komplexe geschlängelt, das alles hätte man selbst nie in der Zeit gefunden.

Die Royal Arcade von 1870 ist die älteste noch erhaltene Ladenpassage Australiens, lichtdurchflutet und elegant. Auf ihrer Südseite bewachen die mythischen Figuren Gog und Magog den Eingang und schlagen zu jeder volle Stunde die Glocken.

Deckenmotiv der Cathedral Arcade

Weil uns das Kreuz und Quer so dermaßen gefallen hat, haben wir es uns von unserer Gästeführerin auf der Karte noch einmal genau zeigen lassen und sind das Ganze nach dem – mitgebuchten und ebenfalls ausgezeichneten – Lunch an der AC/DC Lane, wieder in umgekehrter Reihenfolge zurückgelaufen.
So hatten wir noch mehr Zeit um in Ruhe fotografieren.

Die Block Arcade, eine weitere berühmte Passage vom Ende des 19. Jahrhunderts
Frank Zappa in der AC/DC Lane
Tribute to Malcolm Young in der AC/ DC Lane
Ein ganz kleines Motiv, vielleicht 30 Zentimeter hoch
Der Rapper, dem ich am Abend vorher einen Dollar gegeben hatte – so klein ist Melbourne…

Melbourne – die Stadt, in der man “tierisch” high werden kann 😉

Auf dem Heimweg vom Walk sind wir noch bis zum Queen Victoria Market gekommen, ein Komplex von Markthallen mit Lebensmitteln, Restaurants und Kneipen, aber um da noch reinzugehen, dafür hat dann die Energie nicht mehr gereicht.

Um die Ecke vom Queen Victoria Market in einer Gasse, die vielleicht schon gar nicht mehr existiert, denn ringsherum wurde schon abgerissen und neu & hoch gebaut.

Melbourne.
Ein großartiger, verrückter, abgefuckter und lebendiger Mix aus Jugendstil und Street Art, Neuem und Altem. Leider haben wir nur einen Bruchteil der Stadt gesehen. Kein Meer, keine Galerien.
Wäre gern ein bisschen länger geblieben.
Würde jederzeit wieder hingehen.

Alt und neu nebeneinander

Auf dem Weg zum Autoverleih am folgenden Tag sind wir direkt an diesem außerordentlichen Mural vorbeigekommen, wobei ich extra noch auf Passanten gewartet habe, damit man eine Vorstellung von dessen Größe hat.