Advent

Was für ein Gegensatz!
Vergangenes Jahr bin ich am 13. Dezember nach unserem “Weihnachtsheimflug” wieder nach Shanghai zurückgekommen und habe den Zwischenstopp in Frankfurt noch zum Posten genutzt.
Mit Plätzchen und Lebkuchen im Gepäck, nach 14 Tagen voller Termine und Verabredungen habe ich mich dort quasi eingestimmt auf die erholsame Zeit hier. Üblicherweise sind alle Westler ab Schulschluss Mitte Dezember bis Anfang Januar sowieso nicht da und das Shanghai-Leben wird ruhiger.

Wie anders dieses Jahr!
Da fast alle (noch) hier sind, gibt es Glühwein-Parties, Weihnachtsbrunches und Einladungen, man könnte eigentlich dauernd irgendwo hingehen.
Die meisten verreisen zwar, aber nicht so lange und früh wie sonst, da ja nur inländisch, entweder mit dem Auto in die Umgebung oder zum großen Teil nach Sanya, wo es uns schon an Silvester 2018 so wenig gefallen hat, dass wir vorzeitig abgereist sind.

5 Tage Backen für diese bombastische Auswahl – Glühwein-Nachmittag bei Andreas Tank am 12.12.

In der Arbeit hatte Martin nun statt der üblichen zwei Wochen Meetings in München der Zeitverschiebung geschuldet viele Abende lang Online-Meetings bis 23 Uhr. Dazu kommen diverse Abteilungsabendessen, bei zweien war ich mit dabei, heute und morgen gehe ich aber nicht mit – also auch da ist mordsviel los.

Da unsere Zeit in Shanghai nun rasant dem Ende zugeht – wir haben Tickets für den 2. Februar und der Hausstand soll am 20./ 21. Januar verpackt werden – werden wir gar nirgendwo hinfahren. Dazu haben wir jetzt einfach keine Muße mehr, es gibt noch so viel zu tun. Dieses Wochenende steht erst einmal Haus Ausmisten auf dem Programm…

Am 24. werden wir wie in den Vorjahren wieder ins “M on the Bund” gehen, in dem wir dieses Jahr so häufig waren und uns auf der “beliebte Gäste-Skala” so dermaßen hochgearbeitet haben, dass wir sogar an Nikolaus zum 22Jährigen im “M glam” nebenan eingeladen wurden:

An Silvester sind wir bei Andi drüben im tiefsten Pudong auf einer Party! Das gab es ja noch nie in all den Jahren, dass jemand aus dem Bekanntenkreis hier eine Silvester-Party gefeiert hat. War ja nie einer da!

Dass es Zuhause ebenfalls ganz anders ist als jemals zuvor, sehen wir jeden Morgen im heute journal vom Vorabend.
Eine “staade Zeit”, eine “Stille Nacht” oder ein “besinnliches Fest” wie man immer so sagt – das alles trifft dieses Jahr nun wirklich zu.
Macht es euch schön daheim und passt bitte bitte bitte auf euch auf!
Feiern tun wir dann nächstes Jahr wieder.
Ganz oft, alles Mögliche und alle zusammen!