2019-nCoV

Was soll ich dazu schreiben?
Das ist natürlich Tag und Nacht ein Thema, und hier schon länger als in Deutschland.
Am vergangenen Donnerstag sind wir so wie hier zu sehen in den Chinese New Year Urlaub nach Thailand geflogen, wo wir auch gerade noch sind. Schätzungsweise 99% der anderen Reisenden war ähnlich ausgestattet, das ganze Bordpersonal der Maschine natürlich auch.

Seitdem vergehen kaum zwei Stunden, in denen man mal nicht darüber nachdenkt und diskutiert, bzw. Martin telefonieren (wie gerade mit München), Nachrichten oder Mails schicken muss, um die aktuellen Regularien der Behörden umzusetzen und zu planen wie es weitergehen soll.

Ich hatte auch eine Krise zwischendurch, weil nun überall die Schutzmasken ausverkauft sind, man Videos sieht von schlangestehenden Leuten, die sich prügeln, da die Lieferungen von neuen Masken ja nie für alle reichen, usw. usf. und man sich nicht vorstellen kann wie es dann in Shanghai weitergehen soll, man muss ja raus zum Einkaufen, es wird schwieriger mit Lieferungen.

Pudong Airport, 23. Januar 2020

Wir hatten bis dato vier solch solider Masken wie hier im Bild, und dann noch eine handvoll OP-Masken aus der Klinik, die mir meine Kollegin zugesteckt hat. Martin hat noch versucht über Klüber München 6000 Stück in Deutschland zu ordern für die Angestellten in Shanghai und den Sales Offices – nix, der Markt ist leer gefegt.
Nicht so besonders toll, wenn man liest, dass eine Maske ca. 24 Stunden benutzt werden kann.

Der gestrige Tag war überraschend ein Lichtblick, manchmal braucht man ja auch was für die Psyche.
Zum einen habe ich am Nachmittag über einen Chat für jeden von uns zwei Masken kaufen können, die man waschen und wiederverwenden kann – die vogmask – und die tatsächlich heute schon bei meiner Nachbarin angekommen sind.
Und wir hatten einen MEGA Tauchgang am Vormittag – aber dazu mehr im nächsten Post.